Was essen wir heute?

Was essen wir heute?

Warum diese Frage dich mehr kostet, als du denkst.

Kennst du diese Tage? Du hast endlich Feierabend. Eigentlich ist der Tag gut gelaufen. Du bist zufrieden mit dir. Und nun ist eigentlich endlich die Zeit, die du vielleicht für dich oder zusammen mit deiner Familie entspannt verbringen solltest. Wenn da nicht diese kleine Stimme in dir fragen würde: Was essen wir heute? Und als ob deine Familie deine Gedanken hören kann, stellen sie genau dieselbe Frage. Verhext.

Vielleicht hast du an diese Frage den ganzen Tag schon unbewusst gedacht. Zwischen Terminen, To-dos und Nachrichten. Nicht laut. Aber konstant.
Und auch wenn du es kaum bemerkst: Sie zieht Energie. Jeden Tag. Und spätestens wenn sie laut ausgesprochen wird, kippt deine Laune.

Wenn dir das bekannt vorkommt, bist du nicht allein.

Warum dich diese Frage so erschöpft.

Es ist dieses ständige Grübeln, ohne eine zufriedenstellende Antwort zu bekommen. Deshalb liegt es nicht am Kochen an sich.Es ist auch nicht der Abwasch oder die Zeit in der Küche.

Was wirklich müde macht, ist die tägliche Entscheidung. Immer wieder neu. Immer wieder unter Zeitdruck. Immer wieder mit dem Gefühl, dass es eigentlich besser gehen könnte.

Dein Kopf ist tagsüber schon voll. Entscheidungen im Job, Absprachen, Verantwortung. Und dann kommt abends noch eine Entscheidung dazu – eine, die emotional aufgeladen ist. Denn „Was essen wir heute?“ ist selten nur eine Essensfrage. Sie steht für: Wer mag was? Was ist noch da? Was geht schnell? Was ist halbwegs ausgewogen? Reicht meine Energie noch? Reicht meine Geduld noch?

Kein Wunder, dass diese kleine Frage so viele von uns beschäftigt.

Woran es nicht liegt.

In den vielen Gesprächen und Rückmeldungen von Müttern, kamen diese 3 Bereiche immer wieder vor.

Es liegt nicht daran, dass du keine Rezepte kennst.
Es liegt nicht daran, dass du „unorganisiert“ bist.
Und ganz sicher liegt es nicht daran, dass du dir als Mutter zu wenig Mühe gibst.

Fakt ist: Rezepte findest du überall. Das ganze Internet wimmelt davon. Nur leider wird es dadurch noch nicht leichter. Denn mehr Ideen bedeuten oft noch mehr Auswahl – und damit noch mehr Grübeln. Das eigentliche Problem ist nicht der Mangel an Inspiration, sondern das ständige Neu-Anfangen und eine Entscheidung treffen.

Die 3 häufigsten Fallen bei „Was essen wir heute?“

1. Jeden Abend neu entscheiden

Du startest jeden Tag bei null. Kein Rahmen, keine Standards, keine Orientierung. Dein Kopf muss wieder alles durchgehen – obwohl sich euer Alltag oft ähnelt.

Ein typisches Beispiel: Montags ist eigentlich immer stressig. Trotzdem überlegst du jedes Mal neu, statt zu wissen: Montag = Ofengericht oder Brotzeit.
Diese Dauer-Improvisation zieht Energie, ohne dass du es bewusst merkst.

2. Alle Bedürfnisse gleichzeitig lösen wollen

Du denkst automatisch mit: Mein Kind isst nur Nudeln, du willst eigentlich etwas Abwechslung, dein Partner will jeden Tag Fleisch.
Also versuchst du, ein Essen zu finden, das alles abdeckt. Spoiler: Das funktioniert selten – kostet dir aber viel Energie. 

3. Essen wird zum letzten To-do des Tages

„Was essen wir heute?“ kommt oft ganz am Ende. Wenn kaum noch Energie da ist. Wenn deine Geduld knapp wird. Wenn du eigentlich nur noch Ruhe willst. Dann fühlt sich Essen nicht nach “jetzt ist Familienzeit” an, sondern nach Belastung. Und genau das macht dich unzufrieden – Abend für Abend.

Kurz gesagt:

Diese Frage macht dich nicht müde, weil du etwas falsch machst. Sie macht dich müde, weil sie jeden Abend eine Entscheidung zu viel ist. Und weil dir etwas fehlt, das dich durch den Feierabend führt – wenn du innerlich eigentlich nur noch ankommen willst.

Was das langfristig mit dir macht

Wenn du jeden Abend neu anfangen musst, fehlt dir am Ende nicht nur Zeit – sondern auch Geduld. Geduld, die du vielleicht gut gebrauchen könntest, wenn dein Kind wieder lustlos auf seinem Teller rumstochert.

Essen wird dann schnell zum Brennpunkt, statt zu einem Moment, der euch gut tut.
Und diese Unruhe bleibt nicht in der Küche. Sie zieht sich durch den Abend, bis ins Zubettgehen.  Dabei könnte das gemeinsame Familienessen ein Zeitpunkt am Tag sein, der einfach nur gemütlich ist und sich alle über den Tag austauschen.

So machst du den ersten Schritt

Ein Schritt, der dir sofort hilft: Fallen erkennen statt Lösungen suchen.

Dein Quick Win heute ist kein neuer Essensplan. Es ist ein kurzer Moment der Reflexion.

Nimm dir fünf Minuten und frag dich ehrlich:

  • Welche der drei Fallen trifft mich gerade am meisten?
  • Wo verliere ich abends am meisten Energie?
  • Was würde es leichter machen, eine Sache davon zu verändern?

Vielleicht ist es der Gedanke: „Ich entscheide nicht mehr jeden Abend neu.“ Wenn es dieser Energieräuber ist, empfehle ich dir den folgenden Artikel als zweiten Schritt. Klicke hier: „5 Gründe für eine Rezeptsammlung“ 

Such dir einen Punkt aus. Mehr nicht. Das reicht für heute. Das allein bringt oft mehr Ruhe als jede neue Idee.

Wenn du willst, dass es dauerhaft leichter wird

Leichtigkeit am Familientisch entsteht nicht durch den vorgegebenen Plan, sondern durch einen klaren Weg. In meiner Arbeit geht es genau darum:

  1. Den Schmerz aus dem Thema Essen nehmen.
  2. Klarheit schaffen, was dir wirklich hilft.
  3. Machbare Routinen entwickeln, die zu deinem Alltag passen.
  4. Sie so umsetzen, dass du sie am Anfang auch durchhältst.

Nicht auf einmal. Sondern Schritt für Schritt.

Merksatz für dich 

„Was essen wir heute?“ ist keine Kochfrage – es ist eine Erschöpfungsfrage. Wie oft stellst du sie dir?

Dein nächster Schritt

👉Du darfst es dir leicht machen.

Wenn du merkst, dass dich das Essensthema mehr Energie kostet, als es sollte, lass uns sprechen. Du musst nicht alles alleine mit dir ausmachen.

Im Erstgespräch schauen wir gemeinsam, wo genau es bei dir hakt – und was dir konkret Entlastung bringt. Ohne Druck, ohne Verpflichtung. Nur ein Blick von Außen.

👉 Du hast einen wählerischen Esser zu Hause

Wenn dein Kind Gemüse regelmäßig ablehnt, kann dir dieser kostenlose Ratgeber erste Impulse geben:

  • alltagstauglichen Ideen
  • weniger Diskussionen
  • mehr Ruhe am Tisch

Ein guter erster Schritt, wenn du es dir leichter machen willst. Klicke hier, um zum Ratgeber zu kommen.

FAQ

Warum stresst mich die Frage „Was essen wir heute?“ so sehr?
Weil sie für viel mehr steht als für Essen. Sie bündelt Mental Load, Verantwortung und Zeitdruck – besonders am Feierabend.

Brauche ich einen festen Essensplan, damit es besser wird?
Nicht unbedingt. Wichtig ist, dass du weniger entscheiden musst. Das kann auch mit kleinen Standards und klaren Ankern gelingen. Ich empfehle dir hierfür den Artikel „5 Gründe für eine Rezeptsammlung.“

Wenn du möchtest, gehen wir den Weg gemeinsam.
Nicht, damit alles perfekt wird – sondern damit der Alltag zu dem wird, was er verdient hat zu sein. Entspannt und voller Lebensqualität für dich. Suche dir gleich hier ein kostenlosen Termin mit mir aus.

Nach oben scrollen